Wer hat große Ohren, fliegt mit den Händen und schläft mit dem Kopf nach unten hängend? Wie orientieren sich Fledermäuse in der Dunkelheit und wovon ernähren sie sich? Diesen Fragen und noch vielen anderen zum Thema Fledermaus wird auf der Exkursion in das Viehmoor am Freitag, dem 3. Juli 2026 von 21.00 Uhr bis 23.30 Uhr nachgegangen.
24 Fledermausarten kommen in Deutschland vor, wovon viele mittlerweile in ihrem Bestand, unter anderem durch akuten Insektenschwund, bedroht sind. So vertilgt z.B. eine Wasserfledermaus bis zu 1.000 Mücken je Nacht. Mit Hilfe von BAT-Detektoren werden verschiedene Fledermausarten zu unterscheiden sein. Zugleich erhalten die Teilnehmer Informationen darüber, wie man selbst zum Erhalt dieser sehr interessanten Tiergruppe beitragen kann.
Die Fledermauserlebnisveranstaltung beginnt um 21.00 Uhr im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde mit einer Einführung in das Thema und wird im Viehmoor als Exkursion fortgesetzt.Eine verbindliche Anmeldung bis zum 29. Juni unter Tel. 05373-6677 oder per Mail unter: [email protected] ist verpflichtend.
Des Weiteren sind eine Taschenlampe, lange Hosen und festes Schuhwerk hilfreich. Es entsteht ein Unkostenbeitrag von 5 Euro pro Kind und 9 Euro pro Erwachsenen.
Am Montag, den 20. April 2026, ist der Nachwuchs von Fridolin und Mai geschlüpft. Bei kühlen Temperaturen von 4°C und Regen, konnten die Mitarbeitenden des NABU-Artenschutzzentrum Leiferde zwei kleine Jungstörche im Nest entdecken: „Fridolin kam zum Nest geflogen und wir konnten eine Fütterung beobachten. Diese dauerte aber nicht lange, da durch die kalte und nasse Witterung die kleinen Störche gleich wieder bedeckt und damit warmgehalten wurden“, erzählt die Leiterin des Artenschutzzentrums Bärbel Rogoschik.
Das Wetter ist zwar kalt, aber gerade durch das feuchte Wetter finden die Storcheneltern genügend Regenwürmer, Schnecken und Co., um die frischgeschlüpften Störche zu füttern. Insbesondere in den ersten zwei Wochen hängen die Überlebenschancen der Jungen entscheidend vom Nahrungsangebot ab.
Das Team aus dem Artenschutzzentrum vermutet, dass die Kleinen bereits am Wochenende zu schlüpfen begannen und in der nächsten Zeit eventuell noch weitere Jungstörche folgen könnten.
„Wir freuen uns riesig“, berichtet Rogoschik, „dann haben die Besuchenden des Storchenfestes am kommenden Sonntag, den 26. April, die Möglichkeit auf ihrem Handy, per Webcam oder bei der Kuchenauswahl im Seminarraum am Bildschirm mitzuverfolgen, wie die Elterntiere Fridolin und Mai ihre kleinen Störche versorgen“.
Auch in den weiteren zwei Nestern auf dem Gelände des Zentrums, ist stündlich mit Nachwuchs zu rechnen. Somit beginnt für die Storcheneltern die anstrengende Zeit, sich permanent um Futternachschub für ihren Nachwuchs zu kümmern.
Während die heiße Phase der Vorbereitungen für das Storchenfest im vollen Gange ist, hat am Wochenende auch für die Mitarbeitenden des Artenschutzzentrums die Jungvogelsaison begonnen: Finderinnen und Finder haben erste junge Amseln im Zentrum abgegeben, die stündlich zu füttern sind.
Wer es nicht zum diesjährigen Storchenfest am 26. April ins Artenschutzzentrum Leiferde schafft, kann dies täglich im Sommer von 9 bis 18 Uhr besuchen. Es besteht die Chance, den Nachwuchs live durch ein Fernglas oder die eigene Kamera sehen zu können. Mit ihrem Mitgliedsausweis erhalten NABU-Mitglieder sowie Mitglieder des Förderkreises des NABU-Zentrums freien Eintritt. Ohne Mitgliedschaft ist der Einlass gegen eine Gebühr von 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder möglich. Alternativ lässt sich der Nachwuchs – wie jedes Jahr – von überall aus live per Webcam des NABU-Artenschutzzentrums beobachten.
Durch menschlichen Einfluss verunglücken täglich Wildtiere in großer Zahl. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nimmt dies als ethische Verpflichtung und hat mit dem NABU - Artenschutzzentrum Leiferde, im Landkreis Gifhorn gelegen, eine Einrichtung geschaffen, die wirkungsvoll helfen kann.
Das Zentrum wurde 1980 auf dem Gelände einer alten Molkerei gegründet, dessen Hauptziel es ist, hilfsbedürftige einheimische Wildtiere, hauptsächlich Vögel, zu pflegen und so schnell wie möglich geheilt in ihre natürlichen Lebensräume zu entlassen. Nicht alle überleben die Folgen eines Unfalls und können wieder ausgewildert werden. Diejenigen, bei denen keine Auswilderung mehr möglich ist, werden an öffentliche Einrichtungen weitervermittelt oder bleiben als "Dauergast" in Leiferde. Die Funktion als Betreuungsstation für Wildtiere umfasst auch die Aufgaben einer staatlich anerkannten zentralen Storchenpflegestation für Niedersachsen.
Darüber hinaus nimmt das NABU - Artenschutzzentrum exotische Wildtiere wie z.B. Papageien, Schildkröten und Schlangen auf, die wegen Verstoßes gegen die Artenschutz- oder Tierschutzgesetzgebung behördlich beschlagnahmt worden sind. Förderung für diese Aufgaben erhält das NABU-Artenschutzzentrum als anerkannte Betreuungsstation, vom Land Niedersachsen, vertreten durch das NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).
Insgesamt wurden im letzten Jahr über 4.185 Tiere im Artenschutzzentrum in 198 Arten gepflegt. Das bedeutet für die Mitarbeiter, dass rein rechnerisch ca. alle 2:06 Stunden, Tag und Nacht, Sonn- oder Feiertag ein neuer Pflegling aufgenommen wird.
Um die Bevölkerung für den Naturschutz zu sensibilisieren, erhält die umweltpädagogische Arbeit des NABU - Artenschutzzentrums zunehmende Bedeutung. Täglich werden hier Auskünfte erbeten, Materialien angefordert und Kontakte vermittelt. Für Besucher aus ganz Deutschland ist das NABU - Artenschutzzentrum ein beliebtes Ausflugsziel geworden.